Zweitägige Shootingreise nach Italien für die L’OFFICIEL und FACTICE MAGAZINE – Teil 2

Im ersten Teil haben wir euch berichtet was wir am ersten Tag unserer Italienreise erleben durften. Perfektes Licht bei den Dreharbeiten für die L’Officiel Suisse in der staubigen Atmosphäre der Bildhauerschule Studio Nicoli in der weltbekannten Marmorstadt Carrara.
Das Ergebnis des ersten Tages findet ihr natürlich auch im ersten Teil.
Am zweiten Tag produzierten wir an der ligurischen Küste in einer Villa den zweiten Fashionfilm dieser Reise. Dieses Mal für das französische Fashionmagazin FACTICE. Was wir an diesem Tag erlebten erfahrt ihr in diesem Blogeintrag.

Es geht an die schöne ligurische Küste

Nach einem, wieder nicht sehr ausgedehnten Frühstück, ging es zurück auf die Straße. Das Ziel war eine Villa an der ligurischen Küste bei La Spezia. Malerisch in den Hügeln einige Meter über dem Strand gelegen begrüßte uns das opulente Gebäude, das für uns eine echte Überraschung bereithielt, denn das Gebäude sieht heute noch genauso aus wie zu dem Zeitpunkt, an dem es die letzten Bewohner verließen. Das war in den 1950er Jahren. Überall standen Kleinigkeiten herum, die in dieser Epoche Alltag waren. Von alten Schallplatten, über Zeitschriften, bis hin zu alten Zahnpastatuben. Einfach der perfekte Ort für unser Shooting mit dem Titel „Autumn Serenade“.

Luxuriöser Lebensstil in den italienischen 1950ern

Da hier seit über 50 Jahren niemand etwas verändert hatte, war der luxuriöse Lebensstil, den die damaligen Bewohner des Hauses pflegten, förmlich zu greifen. Nach einem ausgedehnten Rundgang durch die vier Stockwerke und schier unzähligen Zimmer waren die Locations für unsere Filmaufnahmen schnell gefunden.
Die Hauptszene des Films sollte im hellen Essbereich der Villa gedreht werden, die einen direkten Zugang zum riesigen Balkon hatte. Der Einsatz von Scheinwerfern war hier überflüssig. Für die Hauptszene im Esszimmer, als auch für den sogenannten Moneyshot auf dem Balkon, verwendeten wir unseren vier Meter langen Dollytrack, um mit dem aufgesetzten Kamerastativ von Manfrotto flüssige Fahrten zu erzielen. Um perfekte Schärfeverlagerungen zu realisieren setzten wir hier, wie auch bei vielen anderen Projekten, auf unsere Funkschärfe von PDMOVIE.

Alle am Set schauen zu – dank Videoübertragung mit Teradek

Wie auch am Tag zuvor in Carrara durften wir mit der wunderbaren Magdalena Chachlica von Elite Models London arbeiten. Damit die Hair & MakeUp-Artistin Kerry Hajdu und die Stylistin Susi Bauer, immer kontrollieren konnten, ob jede Haarsträhne bzw. jedes Accessoire perfekt sitzt, hatten wir die Kamera mit unserem Teradek Bolt Videotransmitter kabellos mit dem Regiebildschirm von Blackmagic Design verbunden, ein echter Mehrwert am Set.

Leider keine Drohnenaufnahmen in Italien

Bei dieser tollen Location kam bei uns schon beim ersten Rundgang der Wunsch auf das Model mit der Drohne zu filmen, wenn sie auf dem Balkon posiert. Doch leider machte uns die Rechtslage in Italien einen Strich durch die Rechnung. Vielen ist nicht bewusst, dass in jedem Land unterschiedliche Gesetze die Nutzung von Drohnen regeln. Auch wird meist unterschieden, ob man die Drohne privat und ohne Kamera, oder gewerblich und mit Kamera nutzt. In Italien ist die private Nutzung bis auf wenige Ausnahmen generell gestattet, die gewerbliche Nutzung dagegen aber nur mit einem speziellen, italienischen Schulungsnachweis. Da wir unsere Drohne in diesem Fall gewerblich genutzt hätten und über keinen solchen Schulungsnachweis verfügen, musste unsere DJI Inspire One leider zu Hause bleiben.

Zufrieden nach Hause

Alle Outfits und Locations sind abgedreht. Es geht nach Hause. Nach zwei anstrengenden, aber gleichzeitig auch sehr schönen und beeindruckenden Tagen mit einem wunderbaren Team, ging es am Abend zufrieden auf die lange Heimreise nach Hause ins Schwabenland. Diese mal ganz ohne Stau.

Der Fashionfilm AUTUMN SERENADE für das FACTICE Magazine


Das Ergebnis spricht für sich. Italien sei dir sicher, wir kommen bald wieder.

Eure W&W’s

 

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Zweitägige Shootingreise nach Italien für die L’OFFICIEL und FACTICE MAGAZINE – Teil 1

Im Juni letzten Jahres haben wir unsere sieben Sachen gepackt und uns auf den Weg nach Italien gemacht, um dort zwei Tage für die schweizer Ausgabe des Modemagazins L’Officiel und für das französische Modemagazin FACTICE zu drehen. Die Drehorte ließen bei uns die Vorfreude auf diese Shootings schon im Vorfeld ins nahezu unermessliche steigen. Es ging in die berühmte Bildhauerschule „Studio Nicoli“ in die Heimat des weltbekannten Marmors nach Carrara in der Toskana und an die schöne Ligurische Küste bei La Spezia in eine Villa, in der die Zeit seit den 50er Jahren stehen geblieben ist.

Planung ist alles

Wie so oft in den Sommermonaten jagt bei uns ein Drehtermin den anderen und wir müssen gehörig jonglieren, um alles unter einen Hut zu bekommen. So auch in diesem Fall. Schon Anfang des Jahres wurden wir gebucht Mitte Juni samstags eine ganztägige Veranstaltung mit der Kamera zu begleiten, aber wie es der Zufall so wollte, erfuhren wir 3 Tage vorher, dass wir sonntags schon um 8:00 Uhr schon an der Location in Carrara sein sollten. Was tun? Ganz einfach. Michael und Benjamin filmten bis ca. 14:00 Uhr auf der Veranstaltung und wurden dann vom anderen Teil des Teams abgelöst, um direkt die Fahrt nach Italien antreten zu können. Ein gutes Team und Flexibilität ist eben alles.

750 Kilometer durch drei Länder

Einige Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt noch kurz Kerry, die Hair- & MakeUp Artistin, abgeholt und dann ab auf die Autobahn gen Süden. Mit der Hoffnung die 750 Kilometer bis Carrara ohne Stau hinter uns zu bringen und somit halbwegs pünktlich zum gemeinsamen Abendessen mit dem Rest der Crew anzukommen warte nicht lange. So gut wie jedem, der zur Sommerzeit die Staumeldungen im Radio hört, dürfte dieser Satz bestens bekannt sein: „Stau auf der A2 zwischen Wassen und Göschenen. Sie müssen hier mindestens zwei Stunden mehr einplanen.“  Und auch wir wurden nicht verschont. Somit Tankstellensnack anstatt Abendessen und 9,5 Stunden anstatt 7,5 Stunden Fahrt. Immerhin konnten wir, für historische italienische Städte untypisch, einen Parkplatz direkt vor dem Hotel ergattern und nach einem verspäteten Teammeeting gegen Mitternacht in unsere Hotelbetten fallen und uns auf den nächsten Tag freuen.

Unsere Location, eine weltberühmte Bildhauerschule

Wir haben ja schon an so mancher außergewöhnlichen Location gedreht. Im südafrikanischen Hinterland und hoch oben auf Schweizer Alpenpässen. Eine weltberühmte Bildhauerschule aber, in der schon Michelangelo arbeitete, ist schon etwas Besonderes. In diesem Fall aber auch besonders staubig.

Nach ein paar Stunden Schlaf und einem kurzen Frühstück fuhren wir gemeinsam mit dem Fotografen Stephan Glathe, mit dem wir in der Vergangenheit schon einige Projekte realisierten und dem gesamten Team zum Studio Nicoli. Dort angekommen wurden wir von der Dame des Hauses herzlich willkommen geheißen und uns wurde „unterschwellig“ verkündet welch große Ehre es ist in den Hallen der Bildhauerschule filmen und fotografieren zu dürfen. So betraten wir ehrfürchtig unsere Location, an der die Fotostrecke und der Film „The Sculptors Muse“ entstehen sollten.

Dieses Licht – einfach perfekt

Der erste Eindruck. Perfekt! Große Fenster, durch die das Sonnenlicht des heißen Junitags drang und überall Statuen. Von Queen Viktoria über Papst Benedikt, bis hin zu modernen Skulpturen war alles zu finden.
Direkt nach der Besichtigung machte sich Hair & MakeUp und Styling daran unsere Models für den Tag herzurichten und wir begannen mit dem Aufbau. Schon nach wenigen Minuten wurden unsere Befürchtungen wahr. Nach diesem Dreh sollte einiges an Reinigungsarbeit anstehen, denn der feine Marmorstaub kroch in jede noch so kleine Ritze.

Das Ergebnis spricht für sich

Doch schon nach dem ersten gefilmten Outfit war uns klar, das Ergebnis ist die Putzarbeit wert. Mit unserer Blackmagic Design Production Camera filmten wir auch dieses Mal in 4K RAW, um so in der PostProduktion das Maximale herausholen. Einziges Manko an der Aufnahme in 4K RAW sind die schier endlosen Datenmengen, die die Kamera produziert. In diesem Fall wurde der fertige Film ca. eineinhalb Minuten lang, die Rohdaten hatten aber eine Größe von fast einem halben Terabyte. Unsere Tageslicht-Scheinwerfer von Broncolor mit dem Para 177 Lichtformer mussten wir nur zur Unterstützung des durch die Fenster einfallenden Sonnenlichts einsetzen, um eine ideale Ausleuchtung zu erreichen. Auch hier waren wir begeistert von der Lichtausbeute dieses Scheinwerfers, denn um gegen eine so „starke“ Sonne anzukommen ist doch einiges an Power erforderlich. Unser Broncolor meisterte diese Herausforderung bravurös und dies mit nur 800 Watt Leistung. Das ist im Vergleich zu anderen, in Sachen Lichtausbeute vergleichbaren Scheinwerfern, wie zum Beispiel von ARRI wenig.

Im Laufe des Tages produzierten wir noch Aufnahmen von zehn weiteren Outfits, um dann nach einem sehr leckeren Abendessen in einem kleinen Restaurant auf dem Marktplatz von Carrara wieder im Hotel anzukommen und uns auf den nächsten Drehtag mit neuem Thema, für einen anderen Kunden und an einer anderen großartigen Location zu freuen.

Der Fashionfilm THE SCULPTORS MUSE für L’Officiel Suisse

 

Was wir am 2. Tag unserer Shootingreise erlebt haben erfahrt ihr im 2.Teil dieses Blogbeitrags, der nächste Woche erscheint.

Eure W&W’s

 

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Imagefilmdreh – SSB Reisen GmbH

Tag 1 – Das Wetter macht den Drohnenflug zunichte

Verregnet begann der Dreh für den Imagefilm des Stuttgarter Verkehrsunternehmens SSB am ersten Tag in den Schweizer Alpen. Geplant waren Außenaufnahmen eines Reisebusses in einer der schönsten Landschaften Europas. Doch dieses Vorhaben fiel ins Wasser, als man bereits vor Ort war und das unberechenbare Wetter in den Bergen uns einen Strich durch die Rechnung machte. Man nahm an Videomaterial mit was ging und plante bereits den Wiederholungstermin für einen zweiten Versuch. Auf ein Neues!

 Tag 2 – Drohnenflug in den schweizer Alpen

Es war klar, dass das Wetter in der Schweiz im Oktober nicht berechenbar genug ist, um lange vorauszuplanen. Deshalb entschieden wir den zweiten Dreh am Julierpass in den Alpen vom Wetterbericht abhängig zu machen und fuhren dann, spontaner als gewohnt, zu dem Treffpunkt mit dem Reisebus. Dieser war an einer Zugbrücke, die viermal am Tag, zweimal aus den jeweiligen Richtungen, vom Glacier-Express befahren wird. Um die perfekte Aufnahme zu bekommen hatten wir also nur zwei Chancen, da wir nur aus einer Richtung effektiv filmen konnten. Wir packten also alle Geschütze aus, die wir hatten und warteten, mit der Drohne bereits in der Luft und der Kamera am Boden auf Anschlag, auf den Zug. Diesmal konnte nur alles glatt laufen und die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Weitere spektakuläre Drohnenaufnahmen konnten wir auf 1500 Metern bei einer wunderschönen Serpentinenstraße und einem idyllischen See eintüten und mitnehmen. Selbst das Wetter war an diesem Tag auf unserer Seite.

Tag 3 – Defekte Nebelmaschine

Jetzt waren die Aufnahmen in der SSB Hauptzentrale in Stuttgart dran. Doch nach dem Glück in der Schweiz waren wir prompt wieder in der Misere, denn die Nebelmaschine leckte und nebelte nicht so wie sie sollte. Es musste Ersatz her und glücklicherweise fanden wir einen Verleiher in der Nähe, der spontan eine Nebelmaschine zur Verfügung hatte. Jedoch zeigte sich hier wieder einmal, dass ein solcher Aufwand beim Drehen sich lohnt. Denn ohne Nebel wären unsere Aufnahmen bei weitem nicht so spektakulär und dramatisch geworden.

Tag 4 – Greenscreen ohne Ende

Die Serie aus sich abwechselnden Glücks- und Unglückstagen zog sich weiter fort. Das Wetter war phänomenal, abgesehen von einem leichten Wind. Genau richtig, um auf dem Hof des SSB Geländes die eine Seite des Reisebusses mit einem 5 Meter hohen und 5 Meter langen Greenscreen abzudecken. Die Idee war von innen nach außen zu filmen und mit Hilfe des grünen Hintergrunds eine vorbeiziehende Landschaft später in der Postproduktion zu simulieren. Womit wir nicht rechneten – der riesige Greenscreen wurde zum Segel und brachte die Stative selbst bei der leichtesten Böe gefährlich zum Wanken und einige Male sogar fast zum kippen. So mussten wir unsere Konstruktion während dieser Aufnahmen gut festhalten, wobei hinter unseren Rücken die Plastikbecher und Chipstüten des Catering-Buffets weggeweht wurden. Am Nachmittag drehten wir dann mit über 20 Komparsen auf den Stuttgarter Straßen, rund um die Mercedes-Benz Arena, das Wasen-Fest und die Weinberge. Der restliche Drehtag verlief problemlos, sodass wir pünktlich das Stuttgarter Frauenvolleyball-Team mit unserem Reisebus abholen konnten. Mit ihnen „drehten“ wir auch nochmal eine Runde durch die Stadt und brachten sie nach einer Stunde zum Training zurück. Nach einigen aufregenden Tagen war endlich alles im Kasten und wir freuen uns auf den neuen SSB Reisen Imagefilm, der hoffentlich bald in den Reisebüros in und um Stuttgart zu sehen ist.

Und hier gibts den fertigen Film

W&W

Imagefilmdreh – Groll GmbH & Co. KG

Gute Planung ist Alles
Dank guter Planung und hilfsbereiter Mitarbeiter der Firma, erledigten sich die Dreharbeiten für den Imagefilm des Schlafsystemherstellers Groll GmbH & Co. KG in Reutlingen/Sondelfingen praktisch im liegen. Oder besser gesagt im Fliegen, denn die geräumigen Lager- und Produktionshallen boten genug Raum, um mit unserer Drohne von DJI, der Inspire 1, spektakuläre Innenaufnahmen zu machen. Auch das Herbstwetter spielte uns in die Karten, indem es uns morgens und abends bei tiefem Sonnenstand ein perfektes, atmosphärisches Licht bescherte.

Ideen umsetzen
Mehrfach zum Einsatz kam unser Dollysytem, die Kamera auf Schienen, um den Weitwinkel-Aufnahmen der einzelnen Räume jedes Produktionsabschnitts Leben und Bewegung zu geben. So arbeiteten wir uns innerhalb nur eines Drehtags durch alle Abschnitte der Matratzenherstellung. Vom Schneiden der Schaumstoffteile über das Bestücken mit Federn bis zum Verkauf im firmeneigenen Laden, der neben Betten auch viele andere Accessoires für zu Hause anbietet.

Jeder steht hinter dem Projekt
Die Begeisterung und Motivation für das Projekt war bei jedem deutlich zu spüren, was sich auch durch die Schauspielfreude der Angestellten der Groll GmbH & Co. KG ausdrückte, welche ihr Unternehmen im Film repräsentieren werden.

Und hier gibts das finale Ergebnis

W&W

Hautnah erleben

Wir sind für Sie da. Jederzeit!