6. Februar 2017 WWModernMedia

Zweitägige Shootingreise nach Italien für die L’OFFICIEL und FACTICE MAGAZINE – Teil 1

Meerblick-von-der-Villa-in-La-Spezia-Italien
Drehset-im-Studio-Nicoli-in-Carrara
California-Sunbounce-Setup-am-Set-in-Italien
DJI-Ronin-Shot-mit-unserem-Model-in-Carrara
alte-Villa-bei-La-Spezia-in-Italien
Im Juni letzten Jahres haben wir unsere sieben Sachen gepackt und uns auf den Weg nach Italien gemacht, um dort zwei Tage für die Schweizer Ausgabe des Modemagazins L’Officiel und für das französische Modemagazin FACTICE zu drehen. Die Drehorte ließen bei uns die Vorfreude auf diese Shootings schon im Vorfeld ins nahezu Unermessliche steigen. Es ging in die berühmte Bildhauerschule „Studio Nicoli“ in die Heimat des weltbekannten Marmors nach Carrara in der Toskana und an die schöne Ligurische Küste bei La Spezia in eine Villa, in der die Zeit seit den 50er Jahren stehen geblieben ist.

Planung ist alles

Wie so oft in den Sommermonaten jagt bei uns ein Drehtermin den anderen und wir müssen gehörig jonglieren, um alles unter einen Hut zu bekommen. So auch in diesem Fall. Schon Anfang des Jahres wurden wir gebucht, um Mitte Juni samstags eine ganztägige Veranstaltung mit der Kamera zu begleiten. Aber wie es der Zufall so wollte, erfuhren wir 3 Tage vorher, dass wir sonntags schon um 8:00 Uhr an der Location in Carrara sein sollten. Was tun? Ganz einfach. Michael und Benjamin filmten bis ca. 14:00 Uhr auf der Veranstaltung und wurden dann vom anderen Teil des Teams abgelöst, um direkt die Fahrt nach Italien antreten zu können. Ein gutes Team und Flexibilität ist eben alles.

750 Kilometer durch drei Länder

Einige Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt holten wir noch kurz Kerry, die Hair- & Make-up-Artistin, ab und machten uns dann auf zur Autobahn gen Süden – voller Hoffnung, die 750 Kilometer bis Carrara ohne Stau hinter uns zu bringen und somit halbwegs pünktlich zum gemeinsamen Abendessen mit dem Rest der Crew anzukommen. So gut wie jedem, der zur Sommerzeit die Staumeldungen im Radio hört, dürfte dieser Satz bestens bekannt sein: „Stau auf der A2 zwischen Wassen und Göschenen. Sie müssen hier mindestens zwei Stunden mehr einplanen.“  Und auch wir wurden nicht verschont. Somit Tankstellensnack anstatt Abendessen und 9,5 Stunden anstatt 7,5 Stunden Fahrt. Immerhin konnten wir, für historische italienische Städte untypisch, einen Parkplatz direkt vor dem Hotel ergattern und nach einem verspäteten Teammeeting gegen Mitternacht in unsere Hotelbetten fallen und uns auf den nächsten Tag freuen.

Unsere Location, eine weltberühmte Bildhauerschule

Wir haben ja schon an so mancher außergewöhnlichen Location gedreht. Im südafrikanischen Hinterland und hoch oben auf Schweizer Alpenpässen. Eine weltberühmte Bildhauerschule aber, in der bereits Michelangelo arbeitete, ist schon etwas Besonderes – in diesem Fall aber auch besonders staubig.

Nach ein paar Stunden Schlaf und einem kurzen Frühstück fuhren wir gemeinsam mit dem Fotografen Stephan Glathe, mit dem wir in der Vergangenheit schon einige Projekte realisierten und dem gesamten Team zum Studio Nicoli. Dort angekommen wurden wir von der Dame des Hauses herzlich willkommen geheißen und uns wurde „unterschwellig“ verkündet welch große Ehre es sei, in den Hallen der Bildhauerschule filmen und fotografieren zu dürfen. So betraten wir ehrfürchtig unsere Location, an der die Fotostrecke und der Film „The Sculptors Muse“ entstehen sollten.

Dieses Licht – einfach perfekt

Der erste Eindruck. Perfekt! Große Fenster, durch die das Sonnenlicht des heißen Junitags auf die zahlreichen Statuen drang. Von Queen Viktoria über Papst Benedikt, bis hin zu modernen Skulpturen war alles zu finden.
Direkt nach der Besichtigung machte sich Hair & MakeUp und Styling daran unsere Models für den Tag herzurichten und wir begannen mit dem Aufbau. Schon nach wenigen Minuten wurden unsere Befürchtungen wahr. Nach diesem Dreh sollte einiges an Reinigungsarbeit anstehen, denn der feine Marmorstaub kroch in jede noch so kleine Ritze.

Das Ergebnis spricht für sich

Doch schon nach dem ersten gefilmten Outfit war uns klar, das Ergebnis ist die Putzarbeit wert. Mit unserer Blackmagic Design Production Camera filmten wir auch dieses Mal in 4K RAW, um so in der PostProduktion das Maximale herausholen. Einziges Manko an der Aufnahme in 4K RAW sind die schier endlosen Datenmengen, die die Kamera produziert. In diesem Fall wurde der fertige Film ca. eineinhalb Minuten lang, die Rohdaten hatten aber eine Größe von fast einem halben Terabyte. Unsere Tageslicht-Scheinwerfer von Broncolor mit dem Para 177 Lichtformer mussten wir nur zur Unterstützung des durch die Fenster einfallenden Sonnenlichts einsetzen, um eine ideale Ausleuchtung zu erreichen. Auch hier waren wir begeistert von der Lichtausbeute dieses Scheinwerfers, denn um gegen eine so „starke“ Sonne anzukommen ist doch einiges an Power erforderlich. Unser Broncolor meisterte diese Herausforderung bravurös und dies mit nur 800 Watt Leistung. Das ist im Vergleich zu anderen, in Sachen Lichtausbeute vergleichbaren Scheinwerfern, wie zum Beispiel von ARRI wenig.

Im Laufe des Tages produzierten wir noch Aufnahmen von zehn weiteren Outfits, um dann nach einem sehr leckeren Abendessen in einem kleinen Restaurant auf dem Marktplatz von Carrara wieder im Hotel anzukommen und uns auf den nächsten Drehtag mit neuem Thema, für einen anderen Kunden und an einer anderen großartigen Location zu freuen.

Der Fashionfilm THE SCULPTORS MUSE für L’Officiel Suisse

 

Was wir am 2. Tag unserer Shootingreise erlebt haben erfahrt ihr im 2.Teil dieses Blogbeitrags, der nächste Woche erscheint.

Eure W&W’s

 

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